Deutsche Weingebiete
Weinbau spielt in vielen Gebieten
Deutschlands eine sehr große Rolle und kann auf eine lange Tradition
zurückblicken. Für Wein aus Deutschland gelten
besonders hohe Auflagen, an die sich jeder Winzer halten muss, damit sein Wein
in den freien Handel gelangen kann. Neben dem europäischen Weinrecht müssen
außerdem alle Auflagen des deutschen Weinrechts erfüllt sein, eine durchgehend
hohe Qualität wird so gesichert.
Fast alle Weinstöcke in Deutschland liegen südlich des 50. Breitengrades, und
nur durch eine genaue Ausrichtung der Weinberge kann garantiert werden, dass
der Wein nicht frühzeitig dem Nachtfrost zum Opfer fällt. Die meisten
Weinstöcke sind sehr schräg, südlich ausgerichtet sowie in der Nähe von großen
Flüssen.
Ein Großteil der deutschen Weingebiete befindet sich im Südwesten des Landes,
vorwiegend in Rheinhessen, in der Pfalz und in Baden Die ersten beiden Gebiete
liegen, wie knapp zwei Drittel aller Weingebiete, in Rheinland-Pfalz.
Deutsche Weine, vor allem Weisswein, verfügen über einen überdurchschnittlich
hohen Säureanteil, was sie sehr charakteristisch im Geschmack macht.
Weiße Rebsorten dominieren das Bild in Deutschland sehr stark. Vor allem in
Steillagen, besonders im Rheingau, werden fast ausschließlich weiße Rebsorten,
vorwiegend Unterarten des Rieslings, angebaut. Die wichtigsten sind der
Riesling mit über 22.000 Hektar Anbaufläche sowie der Rivaner mit knapp 14.000
Hektar Anbaufläche.
Im Norden Deutschlands stößt man nur sehr vereinzelt auf Weinberge, darunter in
Brandenburg. Das liegt daran, dass nur im Süden des Landes der Weinbau
wirtschaftlich sinnvoll ist. Die etablierten Traditionsweine aus Gebieten wie
Rheinhessen haben einen international so guten Ruf, dass Neuzüchtungen aus
anderen deutschen Gebieten sich kaum durchsetzen können.