Altstadt Quedlinburg
Die Altstadt von Quedlinburg entstand zu großen Teilen vom 10. bis zum 14. Jahrhundert, als die Stadt einen rasanten Aufschwung nahm. Daran waren vor allem die Maßschneider und die Händler beteiligt. Im vierzehnten Jahrhundert wurde begonnen, die Verteidigung der Stadt stärker auszubauen und Quedlinburg trat sowohl der Hanse als auch dem niedersächsischen Städtebund bei. Im 15. Jahrhundert fiel das Freiheitssymbol der Stadt, der Roland, kriegerischen Auseinandersetzungen zum Opfer, wurde jedoch im späten 19. Jahrhundert wieder aufgestellt. Quedlinburg wurde über mehr als ein Jahrhundert auch vom Militär geprägt. Zu den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt zählt neben dem Schloss auch die Stiftskirche „St. Servatius“. Die engen Gässchen der historischen Altstadt werden geprägt von liebevoll gepflegten und restaurierten Fachwerkhäuser, die sich schutzsuchend eng aneinander schmiegen. Sie stammen aus sechs verschiedenen Jahrhunderten und liegen an Straßen, deren Pflasterung mit Kopfsteinen ebenfalls schon mehrere Jahrhunderte den Rädern von Fahrzeugen aller Art standgehalten hat. In dem von der UNESCO als Flächendenkmal bezeichneten Areal finden sich unter anderem das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gildhaus und die Börse. Auch das Gebäude des Rathauses kann schon auf mehr als sechs Jahrhunderte zurückblicken. Daneben stehen über 1.200 Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz, von denen etwas mehr als die Hälfte mit speziellen Förderprogrammen bereits vollständig saniert wurde.