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Bauhaus und Meisterhäuser Dessau

Nicht mehr lange, dann kann das Bauhaus auf 100 Jahre Geschichte verweisen. Bereits im Jahr 2025 ist es soweit. Im letzten Jahrzehnt wurde es mit umfangreichen Sanierungen auf Vordermann gebracht und an die modernen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Vorgaben des Denkmalschutzes angepasst. Eine wahre Revolution in architektonischer Hinsicht stellten damals die Glasfassaden der Werkstätten dar, die nicht nur Tageslichtarbeitsplätze schafften, sondern auch den Passanten einen Einblick ins Gebäude gewährten. Die verschiedenen Gebäude der Lehranstalt sind alle miteinander verbunden und trennen dennoch die einzelnen Bereiche voneinander ab. Das Bauhaus Dessau ist eines der ersten Gebäude, bei denen zu Gunsten einer schlichten Funktionalität vollständig auf schmückende Elemente verzichtet wurde. Unweit des Bauhauses entstand eine Wohnanlage, die auch heute noch die Anforderungen an modernes Wohnen erfüllt: die Meisterhäuser. Sie wurden im Auftrag der Stadt Dessau erbaut und an die leitenden Professoren des Bauhauses vermietet. Weil diese sich damals nach der im Bauwesen üblichen Berufsbezeichnung noch Meister nannten, bekam die Wohnanlage den Beinamen „Meisterhäuser“. Auch hier wird das Bild von schlichten Formen und unifarbenen Fassaden geprägt. Im Vordergrund steht die Funktionalität, die auch darin zum Ausdruck kommt, dass viele Räume Terrassen- oder Balkonzugang haben. In den letzten Jahren wurde die Anlage ebenfalls größtenteils saniert, wobei der Schwerpunkt der Finanzierung bei privaten Investoren lag.