Bergpark Wilhelmshöhe und Herkules
Den Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, der Löwenburg und dem Schloss Wilhelmshöhe findet man in der Stadt Kassel, wenn man sich nach dem Habichtswald erkundigt. Der Bergpark wurde nach dem Vorbild englischer Landschaftsparks angelegt. Der höchste Punkt des etwa 2,5 Quadratkilometer großen Parks ist der Herkules, der sich auf 523 Metern Höhe auf dem Karlsberg befindet. Die Bezeichnung bezieht sich nicht nur auf die Statue, die die Spitze des oktagonförmigen Gebäudes schmückt, sondern auf das gesamte Bauwerk, das einer mittelalterlichen Festung gleicht. An seiner Ostseite findet man die Kaskaden, den künstlich geschaffenen Wasserfall, der sich insgesamt über eine Länge von 250 Metern erstreckt. Vom Herkules hat man einen Panoramablick auf die Innenstadt von Kassel. Der Bergpark Wilhelmshöhe entstand an der Wende zum 18. Jahrhundert in mehreren Bauphasen. Der erste große Bauabschnitt umfasste den Bau des Herkules und der von ihm ausgehenden Kaskaden. Nach 1785 fanden die Erweiterungen bis hinüber zum alten Schloss Weißenstein statt. Dabei wurde das marode Schloss abgerissen und durch das Schloss Wilhelmshöhe ersetzt. Dabei wurde auch die Löwenburg gebaut, die von vornherein als Burgruine konzipiert wurde. Im letzten Jahrzehnt vor der Wende zum 19. Jahrhundert entstanden auch die Teufelsbrücke und der Höllenteich sowie der Nachbau einer römischen Wasserleitung.