Bodenseeinseln Mainau und Reichenau
Die Insel Reichenau liegt vor dem westlichen Ufer im Bodensee. Sie ist mit 4,3 Quadratkilometern die größte der Bodenseeinseln und ist über einen aufgeschütteten Damm oder mit der Fähre erreichbar. Der „Hochwart“ grüßt die Gäste mit 43 Metern Höhe über der Wasseroberfläche die Gäste zumindest von der Seeseite aus schon aus weiter Ferne. Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel zählt das im achten Jahrhundert gegründete Kloster. Zusammen mit dem Kloster St. Gallen und dem Kloster Fulda bestimmte es das Schicksal der Karolinger. Die Georgskirche stammt aus dem neunten Jahrhundert und wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Die aus dem zehnten Jahrhundert stammenden Wandmalereien wurden dabei vollständig erhalten. Im Nordwesten des Bodensees liegt die Insel Mainau, die wegen ihrer üppigen Vegetation den Beinamen „Blumeninsel“ trägt. Die Insel befindet sich im privaten Besitz einer GmbH und wird fast ausschließlich touristisch genutzt. Ihre Geschichte lässt sich über fünf Jahrtausende zurückverfolgen, wo bereits die Römer ein Kastell errichteten und hier Schiffbau betrieben. Vor dem Barockschloss stehen riesige aus Blumen geformte Skulpturen und auf dem Burghof finden zur Unterhaltung der Gäste immer wieder mittelalterlich anmutende Jahrmärkte statt. Neben einem Schmetterlingshaus und zahlreichen Gewächshäusern lockt die Blütenpracht in freier Natur immer wieder die Besucher an. Sie ist möglich durch das sehr milde Klima, das auf der Insel herrscht, die zeitweise im Besitz des Klosters Reichenau war.