Deutsche Fehnroute
Wer bei dieser Schreibweise an einen Fehler und an Märchen denkt, liegt falsch, denn der Name kommt von den so genannten Fehnsiedlungen, die durch Trockenlegung von Moorgebieten entstanden sind. Die aus dem Niederländischen stammende Bezeichnung steht für Siedlungen, in denen Torf gewonnen wurde und die durch den Bau von Entwässerungskanälen für eine landwirtschaftliche Nutzung und Bebauung vorbereitet wurde. Die Deutsche Fehnroute führt ausgehend von Papenburg über 165 Kilometer im Kreis und durchquert dabei zahlreiche Orte, die auf ehemaligen Moorgebieten gebaut wurden und die im Namen die Endung „-fehn“ enthalten. Ehe man sich auf sein Fahrrad schwingt, sollte man sich das Papenburger Rathaus und Meyers Mühle anschauen. Dann geht es los in Richtung Ostfriesland, das hauptsächlich vom Tourismus und dem Handel lebt und einige wichtige Häfen besitzt. Von dort aus führt die deutsche Fehnroute weiter in Richtung Emsland, wo zahlreiche Schlösser und Museen die Touristen auf Abwege locken, bei denen sie etwas über die Geschichte der Region erfahren können. Die nächste Etappe führt durch den Landkreis Cloppenburg, der vor allem von der Landwirtschaft lebt, deren Böden man teilweise durch mühsame Entwässerungen den Moor- und Ghestlandschaften abgerungen hat. Verfahren kann man sich auf dieser Strecke nicht, denn der Tourismusverband ließ die gut ausgebauten Radwege durch große rote Schilder mit weißer Beschriftung kenntlich machen.