Donaudurchbruch
Auf deutschem Boden gibt es zwei große Durchbruchstäler der Donau. Eines davon liegt mitten im Naturpark obere Donau im südlichen Baden-Württemberg. Nachdem sich Breg und Brigach zur Donau vereinigt haben, schlängelten sie sich zwischen Ertingen und Immendingen hindurch und gruben sich im Laufe der Zeit immer weiter in die Felsen ein. Davon zeugt heute der „Kopfmacherfelsen“, der dadurch freigelegt wurde. Ein weiteres großes Durchbruchstal der Donau findet sich in der Nähe des Klosters Weltenburg in bayrischen Landen. Auf 5,5 Kilometern Länge gruben sich die Fluten tief ins Gestein und legten dabei zahlreiche Felsen und Höhlen frei. Dafür ist nicht nur die heutige Donau verantwortlich. Die Geologen gehen davon aus, dass in Folge der sich abschwächenden Eiszeit auch die Nebenflüsse der Donau dort kräftig mitgewirkt haben. Bis zu vierzig Meter ragen die Felsen auf und geben den Ufern ein wildromantisches Aussehen, was die Einheimischen dazu verführt hat, den Felsen eigenwillige Namen zu geben. Wer sich hier bewegt, sollte dem Kloster Weltenburg und auch dem Römerkastell in Eining einen Besuch abstatten. Da der Fluss durch die Verengungen teils heftige Strömungen und Strudel erzeugt, findet sich an manchen der Felsen Ringe, die den Schiffern beim Rangieren helfen sollen, wenn sie flussaufwärts unterwegs sind.