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Europäische Route Backsteingotik

Die Europäische Union hat dieses Projekt ins Leben gerufen, um das wertvolle kulturelle Erbe der Backsteinarchitektur rund um die Ostsee zu erschließen und für die Nachwelt zu bewahren. Dabei sind mehrere Länder beteiligt. Neben Estland, Schweden, Dänemark, Deutschland und Polen sind auch Stadtkerne in Lettland und Litauen von Interesse. Vor allem handelt sich um Städte, denen während der Zeit der Hanse eine große Bedeutung beim Handel zukam. Den dort erwirtschafteten Reichtum stellten sie durch die Errichtung imposanter sakraler und weltlicher Bauten aus Backstein zur Schau. Jedes Jahr werden neue Städte in die Route der Backsteingotik aufgenommen. In Deutschland kamen Ribnitz-Damgarten und Neukloster hinzu. Neukloster hält den etwa sechshundert Jahre alten Glockenturm, das Probsteigebäude und das Museum Neukloster bereit. Von Anfang an dabei sind Bad Doberan, Parchim, Lüneburg, Neubrandenburg sowie die Hansestädte Rostock, Wismar, Lübeck und Stralsund. Auch Greifswald und Anklam haben viele im Stil der Backsteine erbaute Gebäude, die liebevoll saniert wurden und jetzt besichtigt werden können. In Dänemark ist man in Ahus, Ribe, Naestved und Haderslev an der richtigen Adresse. Polen wartet gleich mit elf historischen Stadtkernen auf, in denen sich sehenswerte Backsteinbauten finden. Die bekanntesten Stationen sind Gdansk und Szczecin. Wer sich eher für die schwedische Backsteingotik interessiert, muss nach Ystad oder Malmö fahren, um fündig zu werden.