Hambacher Schloss
Das Hambacher Schloss schaute einstmals als Burg von 325 Meter hohen Schlossberg auf Neustadt an der Weinstraße herab. Dabei handelte es sich um eine Fliehburg karolingischen Ursprungs. Von ihr sind heute nur noch Mauerreste zu sehen. Im elften Jahrhundert errichtete man die Kästenburg, die ihren Namen von den unzähligen Kastanien im Umfeld erhielt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein gehörte die Burg dem Hochstift Speyer. 1525 wurde die Burg während der Bauernaufstände komplett geplündert und 1552 im Auftrag des Markgrafen von Brandenburg niedergebrannt. Im 17. Jahrhundert wurden die teilweise instandgesetzten Teile von den Franzosen erneut zerstört. Nachdem sie durch das „Hambacher Fest“ im Jahre 1832 Ausgangspunkt des Strebens nach Demokratie geworden war, ließ die Stiftung „Hambacher Schloss“ sie zum 150-jährigen Jahrestag dieser Aktion das Schloss binnen zwei Jahre fast komplett renovieren und restaurieren. Ab 2006 liefen weitere Baumaßnahmen, so dass das Schloss nur zeitweise für Besucher zugänglich war und auch es auch im Jahr 2008 ratsam ist, in der Schlossverwaltung oder der Gemeindeverwaltung anzurufen, wenn man es bei einer Reise besichtigen möchte, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Die Umbauten umfassen in erster Linie einen barrierefreien Zugang und den Ausbau zu einer wichtigen Kongress- und Eventlocation der Region, der gleich mit einem Museum gekoppelt ist.