Hamburger Hafen
Dem Hamburger Hafen kommt für die Wirtschaft Deutschlands eine sehr große Bedeutung zu. Er ist nicht nur der größte Überseehafen der Bundesrepublik, sondern steht auch im europäischen Vergleich an dritter Stelle. Der Umschlag an Seecontainern hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt und steigt ständig weiter. Die 320 Liegeplätze im Hafen sind sehr begehrt, auch wenn die Schiffe über 100 Kilometer die Elbe hinauf fahren müssen. Damit auch größere Schiffe diese Strecke bewältigen können, wird ständig im Flussbett gebaggert. Trotzdem reicht die Tiefe für voll ausgelastete Schiffe bei Ebbe nicht aus. Eine Besonderheit ist der Freihafen. Dieses Areal zählt als zollfreies Gebiet, wird jedoch ziemlich gut bewacht und kontrolliert. Hamburg zählt zu den bedeutendsten Hansestädten und gab schon im 14. Jahrhundert den Ton bei den Ein- und Ausfuhren der Waren Deutschlands an. Der Freihafen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingerichtet. In dem Zuge wurde auch die Speicherstadt erbaut, die teilweise noch heute in Betrieb ist. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert reichte die Kapazität des alten Hafens nicht mehr aus und man begann, die Elbinseln als neue Hafenanlagen auszubauen. Zu den touristischen Attraktionen zählt neben dem Schifffahrtsmuseum auch in unmittelbarer Nähe zum Hafen befindliche Reeperbahn und der Fischmarkt.