Holstentor
Das Holstentor ist eines der Stadttore und gleichzeitig das Wahrzeichen der Hansestadt Lübeck. Es wird im Norden und Süden von zwei Türmen flankiert, die den Mittelbau zu bewachen scheinen. Die Türme bestehen aus jeweils vier Etagen, der Mittelbau dagegen weist nur drei Etagen auf, da die untere gleichzeitig der Durchgang ist. Einstmals schützen drei Tore die Stadt vor den Angriffen der Feinde. Sie wurden im Laufe der Zeit so befestigt, dass am Ende jedes Tor aus drei einzelnen Toren bestand. Beim Holstentor sollen es sogar vier gewesen sein, da man außen noch eines angesetzt hatte. Ursprünglich war das Holstentor das mittlere der Tore gewesen. Die Bezeichnung des Tores leitet sich aus der Richtung ab, in das es zeigt: Holstein. Dahinter befand sich die Holstenbrücke, die im Jahr 1216 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das heute unter dem Namen Holstentor zu besichtigende Bauwerk entstand im 15. Jahrhundert. Im Jahr 1863 gab es Bestrebungen, das Tor abzureißen. Mit nur einer Stimme Mehrheit wurde dies in einer Abstimmung verhindert und eine Sanierung der absackenden Bausubstanz abgeschoben. 1933 folgte eine weitere Sanierung, da die erste es nicht geschafft hatte, die ständig zunehmende Neigung der Türme aufzuhalten. Mit Hilfe der Stiftung Denkmalschutz wurde 2006 eine neuerliche Sanierung abgeschlossen und der Öffentlichkeit als Museum für Stadtgeschichte zugänglich gemacht.