Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau
Schloss Neuschwanstein befindet sich in der Nähe von Füssen und bestand ursprünglich aus zwei Burgen. Der Bau des heutigen Schlosses wurde 1869 begonnen und orientierte sich am Vorbild der Wartburg in Eisenach. Nach vierzehnjähriger Bauzeit konnten die ersten Räume bezogen werden. Wirtschaftliche Sorgen führten dazu, dass die ursprünglichen Pläne nur in Teilen umgesetzt werden konnten Der Thronsaal wurde erst während des Baus geplant. Für damalige Verhältnisse hochmodern war nicht nur die Technik, die auf der Baustelle zum Einsatz kam, sondern auch die soziale Betreuung der Arbeiter, die bereits eine den heutigen Berufsgenossenschaften ähnliche Absicherung vorsah. Ebenfalls einzigartig war der Einbau einer Heizung und modernen Toilettenanlagen. Heute beherbergt das Schloss einen zweistöckigen Thronsaal mit Wandelgängen in der oberen Etage. Nach dem Tod von Ludwig II. wurde das Schloss als Museum frei gegeben. Große Besucherzahlen und deren Wunsch, von allem Besitz zu ergreifen, führten dazu, dass man sich entschloss, das Museum nur noch im Rahmen von Führungen besichtigen zu lassen. Im II. Weltkrieg wurde das Schloss als Lagerplatz für Münchener Kostbarkeiten und kämpft heute um die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Wie bekannt das Schloss auch weltweit ist, zeigt der Wunsch eines Chinesen, das Schloss detailgetreu nachzubauen, um eine zusätzlich Touristenattraktion in seiner Heimat zu schaffen.