Kreidefelsen
Der größte und schönste Kreidefelsen findet sich unter dem Namen „Königsstuhl“ auf der Insel Rügen. Er liegt mitten im Nationalpark Jasmund und wird malerisch eingerahmt von der Stubbenkammer, wie die benachbarten kleineren Kreidefelsen genannt werden. Der Königsstuhl bringt es immerhin auf stolze 118 Meter Höhe und bietet einen imposanten Ausblick auf die Ostsee. Die Erlebnisausstellung im Stubbenkammermuseum zeigt den neugierigen Besuchern wie der Kreidefelsen entstanden ist und was ihm heute zusetzt. Die Einflüsse von Wind und Wetter machen dem Kreidefelsen heftig zu schaffen. Vergleicht man sein heutiges Aussehen mit Darstellungen aus den vergangenen Jahrhunderten, wird das Ausmaß der Erosion sichtbar. Dafür sorgen vor allem Risse, in die Wasser eindringen kann, das sich im Winter beim Gefrieren ausdehnt und für eine kontinuierliche Verbreiterung der Risse sorgt. Unterhalb der Aussichtsplattform können historisch interessierte Besucher ein aus der Bronzezeit stammendes Hünengrab bestaunen, ehe sie die schmalen Stufen zur Plattform empor klettern. Zu erreichen ist der Kreidefelsen entweder mit dem Bus oder auf einem drei Kilometer langen Wanderweg vom Parkplatz Hagen aus. Wer längere Wanderungen liebt, kann von Sassnitz aus den sieben Kilometer langen Hochuferweg benutzten, der auch die Wissower Klinken passiert. Die größten Spitzen reichten einst bis auf 20 Meter hinauf und stürzten 2005 in die Wogen der Ostsee.