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Lange Anna

Bei der „Langen Anna“ handelt es sich um eine Felsformation, die zum Wahrzeichen von Helgoland geworden ist. Der aus Buntsandstein bestehende 47 Meter hohe Felsen hat eine Grundfläche von nur 18 Quadratmetern. Ursprünglich besaß dieser Felsen eine natürlich gewachsene Brücke zur Insel, die allerdings im 19. Jahrhundert von den Naturgewalten zerstört wurde. Auch die „Lange Anna“ ist der Gewalt der Wellen ausgeliefert und wird immer mehr angenagt. Um diesem zerstörerischen Prozess Einhalt zu gebieten, wurde 1927 der „Preußenwall“ fertig gestellt. Diese Schutzmauer soll die Brandung brechen, ehe sie den Felsen erreicht. Zusätzlich sichern stählerne Stützpfeiler die Felsformation, die 1969 zum Naturdenkmal erklärt wurde. Aus Gründen der Sicherheit kann der Felsen selbst nicht betreten werden, aber es gibt verschiedene Aussichtspunkte, von denen aus man ihn bewundern kann. Die technischen Mittel zum Aufhalten der weiteren Erosion, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Absturz der oberen zwei Drittel der Formation zur Folge hat, sind sehr begrenzt. Ein Verfüllen mit Beton, um eine Stabilisierung zu erzielen, wäre zu gefährlich. Nachdem der Felsen ursprünglich als „Mönch“ und „Hengst“ bezeichnet wurde, setzte sich unter den Einheimischen kurz vor dem I. Weltkrieg die Bezeichnung „Lange Anna“ durch, die laut Überlieferungen auf eine beliebte Kellnerin eines in der Nähe gelegenen Tanzlokals zurück gehen soll.