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Mathildenhöhe und Jugendstilkolonie

Die Mathildenhöhe und die Jugendstilkolonie gehören zu den sehenswertesten Orten von Darmstadt. Die Mathildenhöhe ist eine Gartenanlage nach englischem Vorbild. Namensgeberin war die Herzogin von Wittelsbach. Im 19. Jahrhundert wurde in diese Gartenanlage ein Wasserreservoir integriert. Auf diesem Reservoir befindet sich ein Ausstellungsgebäude, das 1908 seiner Bestimmung übergeben wurde. Beim Bau der dort befindlichen Russischen Kapelle „Maria Magdalena“ wurde eigens aus Russland Erde herbeigeschafft, auf der sie dann errichtet wurde. 2008 wurden umfassende Restaurierungen abgeschlossen. 1899 gründete Ernst Ludwig die Künstlerkolonie, die sich auf der Südseite des Landschaftsparks befindet. Deren Wahrzeichen ist der Hochzeitsturm, der mit 48 Metern Höhe auch die Skyline von Darmstadt mit prägt. Imposant ist seine Sonnenuhr. Einige Räume werden heute von Darmstädter Standesamt genutzt. Bereits im Jahre 1901 fand die erste Ausstellung in der im Jugendstil erbauten Künstlerkolonie statt. Heute finden sich in diesem Terrain zahlreiche Häuser bekannter Künstler, deren Werke im Atelierhaus bewundert werden können, das heute ein Museum beherbergt. Das „Glückerthaus“ ist das größte Objekt der Ausstellung. Der Besitzer gab das Haus ursprünglich als Wohnhaus in Auftrag, entschloss sich aber dann dazu, dass Gebäude als Kulisse für die Ausstellung der Produkte seiner eigenen Möbelfirma zu nutzen. Das Oberhessische Ausstellungshaus beherbergt heute eine Musikschule. Interessant ist auch die „Kleinwohnungskolonie“, wo Wohnraum für die Arbeiter geschaffen werden sollte. Sie wurden leider wieder abgerissen und stehen heute im Hofgut Oberfeld.