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Museumsinsel Berlin

Die Museumsinsel in Berlin gehört heute zu den wichtigsten Museumskomplexen in Deutschland. Ihr Bau wurde möglich, nachdem die nördliche Spitze der Spreeinsel im 17. Jahrhundert durch den Bau eines Kanals trocken gelegt wurde. Friedrich Wilhelm II. legte 1810 den Grundstein für die Planung der heutigen Museumsinsel durch Karl Friedrich Schinkel, der sich bis dahin mit den Entwürfen für Schlösser und Kirchen schon einen Ruf als exzellenter Architekt erworben hatte. Der Startschuss fiel mit der Eröffnung des Alten Museums im Jahr 1830. Fast dreißig Jahre später öffnete das Königlich Preußische Museum, das heute unter dem Namen „Neues Museum“ auf der Insel zu finden ist. In den folgenden sechzig Jahren kamen die Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum dazu. Diese Ansammlung von Ausstellungen aller Art brachte schließlich dem gesamten Gelände den Beinamen „Museumsinsel“ ein, der sich letztendlich auch durchsetzte. Als der Platz nicht mehr ausreichte, plante man umfangreiche Neubauten, die jedoch nicht realisiert wurden. Der II. Weltkrieg verschonte die Museumsinsel nicht, deshalb mussten zwei Drittel der Substanz umfangreichen Restaurierungen unterzogen werden, die jedoch erst ab 1990 in vollem Umfang in Gang kamen. Inzwischen öffnen fünf Museen die Tore für neugierige Gäste. Das „Neue Museum“ soll voraussichtlich 2009 als Ägyptisches Museum der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden.