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Niedersächsische Milchstraße

Die niedersächsische Geschichte ist schon längere Zeit geprägt von der Milchwirtschaft, für die sich das fast platte Land hervorragend eignet. Das Zentrum der Molkereiwirtschaft ist Stade, deshalb starten die vier zur Niedersächsischen Milchstraße gehörenden Radwege auch von dort aus. Die Idee für die Einrichtung stammt aus einem Wettbewerb, den eine in Stade ansässige Bank startete, um den Tourismus zu fördern. Unter dem Motto „Vom Boxenlaufstall zur Milchtankstelle“ führt eine der Routen am Ostedeich entlang und verschafft einem das einzigartige Erlebnis einer Überfahrt mit einer Prahmfähre. Eine zweite Route passiert Oldendorf, wo man den Naturlehrpfad erkunden kann, und lenkt die Gäste nach Düdenbüttel-Grafenmoor, wo es die Windmühle „Amanda“ zu bestaunen gilt, ehe man sich dem Schulmuseum Himmelpforten oder der Burweger Werkstatt des Kunsthandwerkes widmet. Auf der dritten Route fährt man am Kehdinger Moor entlang und lernt dabei neben der Steingrabanlage Groß Sterneberg auch die Biogasanlage in Hammah kennen. „Buttern wie Uropa“ heißt es auf der vierten Strecke. Hier kann man das Heimatmuseum Drochtersen-Hüll anschauen oder das Moor bei einer Führung erkunden, die im Sommerhalbjahr auch die historische Moorbahn mit einbezieht. Egal, welche Route man auch wählt, überall lernt man etwas über die Rinderzucht und die Milchwirtschaft. Dabei ist es gleichgültig, ob man sich für die industrielle oder traditionelle Milcherzeugung interessiert, denn es ist von beidem etwas dabei.