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Niederwalddenkmal

Inmitten der Weinbaulandschaft von Rüdesheim erhebt sich das Niederwalddenkmal, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf den Landschaftspark Niederwald hat. Kaiser Wilhelm gab sich die Ehre, bei der Grundsteinlegung 1877 persönlich anwesend zu sein. Johannes Schilling und Karl Weißbach lieferten die Vorlagen für den Bau des insgesamt über fünfzig Meter aufragenden Denkmals, das 1883 mit dem Aufsetzen der „Germania“ fertig gestellt wurde. Ein beliebtes Fotomotiv ist das Hauptrelief, das Adlige und Soldaten zusammen mit dem Kaiser zeigt. Im Treppenbereich kann man die Einweihungsrede des Kaisers nachlesen, die damals nur teilweise zu verstehen war, weil auf Grund eines Missverständnisses die Salutschüsse mitten hinein platzten. Auch entging der Kaiser an diesem Tag nur um Haaresbreite einem Attentat. Zwei Jahre später ergänzte das Denkmal eine Zahnradbahn, die allerdings während des II. Weltkriegs zerstört und leider nicht wieder hergerichtet wurde. Doch heute kann man die Aussicht während der Fahrt mit der Kabinenseilbahn genießen. Das 125-jährige Bestehen feiert das Denkmal im Herbst 2008, wo auch die aufwändigen Arbeiten in der Umgebung des Niederwalddenkmals abgeschlossen sein sollen. Dann können auch die Wanderfreunde, die sich auf dem Rheinsteig bewegen, die neu gestaltete Ansicht der Gedenkstätte genießen, von der aus man ein herrliches Rheinpanorama zur Erinnerung fotografieren kann.