Sehenswürdigkeiten > Potsdamer Platz Urlaub - Ferienstraße

Potsdamer Platz

Wer den Potsdamer Platz in Berlin besucht, steht nicht nur mitten in einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt, sondern auch auf historisch interessantem Gelände. Seinen Namen erhielt er von dem Stadttor, das an seiner Richtung Potsdam zeigenden Flanke lag. Bereits 1838 erhielt der Potsdamer Platz einen eigenen Bahnhof, der 1902 auch von der U-Bahn bedient wurde. Diese Verkehrsanbindung gab den Startschuss für eine umfangreiche Bebauung der umliegenden Grundstücke. Hotels, Kinos und Restaurants schossen wie Pilze aus dem Boden. Das ehemalige „Haus Potsdam“ entstand 1912 als Koppelung von Verwaltung und Vergnügen und wurde nach umfangreichen Umbauten und Sanierungen zum heutigen „Hotel Kempinski“. 1923 startete vom „VOX-Haus“ am Potsdamer Platz der deutsche Rundfunk seine erste Sendung. Der Platz war zu Beginn des 20. Jahrhunderts trotz Verbote auch beliebter Treffpunkt des „horizontalen Gewerbes“. 1932 wurde das Columbushaus fertig gestellt und 1937 der Verkehrsturm abgebaut, der heute wieder als Nachbau zu besichtigen ist. Der II. Weltkrieg setzte den Gebäuden rund um den Platz heftig zu. Durch die Teilung Deutschlands kamen die Restaurationsarbeiten auf dem ebenfalls geteilten Platz nicht voran. Erst ab 1990 wurden hier umfangreiche Baumaßnahmen in Angriff genommen, so dass heute moderne und architektonisch hochinteressante Bauten sein Antlitz gestalten, zu denen das Filmmuseum, der Bahntower, das Sony-Center und der Kollhoff-Tower gehören.