Schweriner Schloss und Staatliches Museum
Das Schweriner Schloss liegt malerisch eingebettet in einen See inmitten der Stadt. Seine Ursprünge reichen bis ins zehnte Jahrhundert zurück, als auf der Insel eine Burg mit einem ringförmigen Wall errichtet wurde. Sie wurde im zwölften Jahrhundert vernichtet, aber sofort wieder aufgebaut. Das Bischofshaus zeugt von umfangreichen Erweiterungen im 14. Jahrhundert. Das 16. Jahrhundert brachte erneut Umgestaltungen und die Belegung der Fassade mit Terrakotta. An das „Lange Haus“ wurde die Schlosskapelle angebaut, die mit Reliefs des Niederländers Wilhelm van den Broecke ausgestattet wurde. Außerdem kamen verschiedene Verteidigungsanlagen hinzu, die den Schutz durch den See ergänzen sollten. Im 18. Jahrhundert baute man westlich ein Fachwerkhaus, um dort die Gemäldesammlung des Herzogs unterbringen zu können. Seine heutige Gestalt verdankt das Schloss den Ideen von Georg Adolph Demmler, der die Bauarbeiten bis 1851 beaufsichtigte. Er flog auf Grund seines sozialdemokratischen Engagements aus dem Staatsdienst. 1857 wurde nach einigen Änderungen und Ergänzungen durch seinen Nachfolger Stüler der Schlossbau fertig gestellt, der bei einem Brand 1913 großen Schaden nahm und über mehrere Jahrzehnte restauriert und einer neuen Nutzung als Plenarsaal des Landtags und großer Teile als Museum zugeführt wurde. Das Museum zeigt die von den einstigen Besitzern angehäuften Kunstschätze und gibt mit historischen Einrichtungen einen Einblick in ihr Leben.