Semperoper
Die Geschichte der Semperoper geht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, wo sie als königliches Hoftheater nach den Entwürfen von Gottfried Semper errichtet wurde. Von diesem ersten Bau ist als eines von wenigen Erinnerungsstücken die von Friedrich Gutkaes erbaute Uhr erhalten. Der Rest fiel 1869 einer Brandkatastrophe zum Opfer. Schon wenige Wochen später konnte der Theaterbetrieb in einem Übergangsbau wieder aufgenommen werden, bevor das erneut von Gottfried Semper entworfene zweite Gebäude 1878 in Betrieb genommen werden konnte. Das Gebäude selbst und auch die prachtvolle Innenausstattung mit Skulpturen bekannter Vertreter der deutschen Klassik wurde während des II. Weltkriegs schwer getroffen. Zehn Jahre dauerten die Sicherungsarbeiten, damit man an den bestehenden Resten beim 1977 beginnenden Neubau ansetzen konnte. Dabei wurden zahlreiche Erweiterungen vorgenommen, die sowohl im Bühnenbereich als auch im Zuschauerraum für mehr Platz sorgten. Vierzig Jahre nach der Schließung wurde die Semperoper wieder eröffnet. Dabei wurde der „Freischütz“ aufgeführt, der vor der Zerstörung auch als letztes Stück gezeigt worden war. Damit wollte man symbolisieren, dass die alten Traditionen fortgeführt werden sollten. Im Innenraum scheint vor allem der bildreiche Schmuckvorhang die Blicke magisch auf sich zu ziehen. Auch der Fries am Bühnenportal begeistert immer wieder die kunstbegeisterten Besucher, die froh sind, dass das Gebäude beim Hochwasser von 2005 nicht schon wieder größere Schäden davongetragen hat.