St. Bartholomä (Königssee)
Wer vom Königssee aus auf die kleine Kapelle am Ufer schaut, bekommt fast den Eindruck, als sei sie in den See hineingebaut. Dabei steht sie fest auf der kleinen Halbinsel Hirschau. Ein paar kleine Häuschen rahmen sie malerisch ein. Sie wirken vor dem imposanten Alpenpanorama fast ein bisschen verloren mit ihrer bescheidenen Größe. Die Kapelle wurde dem Heiligen St. Bartholomäus gewidmet, der seine Hand schützend über Sennerinnen und Almbauern halten soll. Die zierlichen Zwiebeltürmchen erinnern eher an russische Architektur als an die in Deutschland übliche Bauweise. Wertvolle Stuckarbeiten von Joseph Schmidt zieren den Innenraum. Im August kann man bei der traditionellen Wallfahrt dabei sein, bei der sich die Pilger von Österreich aus durch das Steinerne Meer und entlang des Funtensees auf den 15-minütigen Weg machen. Wer sich von der Westseite nähert, sollte höhentauglich sein und etwas Kondition mitbringen, denn der Weg dauert je nach Geschwindigkeit bis zu fünf Stunden. Bequemer geht es, wenn man sich mit dem Boot von der Seeseite aus nähert. Der Gesamtkomplex St. Bartholomä umfasst heute neben der Königssee-Fischerei auch die Informationsstätte „Nationalpark Berchtesgaden“ und das ehemals den Wittelsbachern gehörende Jagdschloss, das heute eine Gaststätte beherbergt. St. Bartholomä ist ein ganzjährig beliebtes Ausflugsziel, das einen herrlichen Rundumblick auf die gletscherbedeckten Gipfel der Alpen bietet.