Thomaskirche und Bachgrab
Wer die Thomaskirche mit dem Bachgrab besuchen möchte, muss sich auf den Weg nach Leipzig machen. Die Thomaskirche mit ihrem weiß getünchten Gemäuer schaut direkt auf die Innenstadt hinab. Aus der ehemaligen Marktkirche entstand im 13. Jahrhundert durch umfangreiche Um- und Ausbauten die Stiftskirche des Thomasklosters. 1496 wurde sie durch Bischof Thilo von Trotha geweiht und konnte 1539 Martin Luther für die Pfingstpredigt gewinnen. 27 Jahre lang betreute Johann Sebastian Bach den inzwischen weltberühmten Chor der Kirche, der 2012 auf sein achthundertjähriges Bestehen zurückblicken kann. 1950 wurden die sterblichen Überreste von Johann Sebastian Bach hierher überführt, da der bisherige Standort Johanniskirche zerstört worden war. Unmittelbar vor der Kirche steht eines beiden Bachdenkmäler, das Zweite befindet sich in den in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen Park. Der zur Kirche gehörende Chor profitierte nicht nur vom Schaffen Bachs, sondern konnte seinen Gesang gleich von zwei Orgeln begleiten lassen. Dabei handelt es sich jeweils um eine Woehl- und eine Sauer- Orgel. Die Woehl-Orgel wurde erst vor wenigen Jahren in Vorbereitung auf das Bachjahr eingebaut, da sie für die Wiedergabe seiner Werke besser geeignet ist. Das fünfzig Meter lange und 25 Meter breite Hauptschiff hat eine hervorragende Akustik. Vom 68 Meter hohen Turm hat man einen wunderbaren Blick auf die Innenstadt und die Innere Westvorstadt bis hinüber zum Zoo mit dem anschließenden Rosental.