Via Claudia Augusta
Wer der kompletten Via Claudia Augusta folgen will, der kann zwar in Deutschland starten, muss sich aber bis Norditalien vorwagen, um alles besichtigen zu können. Schon kurz nach dem Beginn der christlichen Zeitrechnung wurden Teile der Strecke als Handelswege benutzt. Sie wurde in historischen Zeiten sogar überwacht, damit die Handelsreisenden nicht um ihre Sicherheit fürchten mussten. Auf 160 Kilometern Länge kann man in Bayern auf den Spuren der Römer wandern. Die wichtigsten Stationen auf deutschem Boden sind Augsburg, Königsbrunn, Landsberg am Lech, Burggen, Roßhaupten und Füssen. An vielen Stellen kann man sogar „historisches Pflaster“ betreten und auf der von der Römern geschaffenen Befestigung wandern, wie zum Beispiel auf dem Boden des Forggensees, der 1954 angestaut wurde. Wenn im Winter der größte Teil des Wassers abgelassen wird, um Platz für das Schmelzwasser des Frühjahrs zu schaffen, wird die Route sichtbar. An einigen Stellen sind dem Original nachempfundene römische Meilensteine aufgestellt worden, die teilweise detaillierte Streckenbeschreibungen enthalten. Die Stationen bieten alle sehenswerte Bauwerke bieten, wie beispielsweise Augsburg mit der Fuggerei, die als älteste für sozial schwache Menschen gedachte Siedlung der Welt gilt. Hier kann man auch den historischen Verlauf der Via Claudia Augusta quer durch die Stadt noch verfolgen. Landsberg bietet dem Neugierigen zahlreiche historische Stadttore und Einblicke in die traditionelle Handwerkskunst.