Westerhever Leuchtturm
Schon aus weiter Ferne grüßt der rot-weiß gestreifte Leuchtturm von der Halbinsel Eiderstedt sowohl die Besucher, die sich von der Landseite aus nähern, als auch die Seeleute, die ihn zur Orientierung benutzen. Schon aus vierzig Kilometer Entfernung ist das Lichtsignal klar und deutlich zu lokalisieren. Es befindet sich auf 41 Meter Höhe und kann bei guter Sicht sogar von Helgoland aus wahrgenommen werden. 2006 konnte der auf einem aufgeschütteten, vier Meter hohen Erdhügel errichtete Turm auf sein 100-jähriges Bestehen blicken. Der Erdhügel wurde mit über hundert Eichenpfählen stabilisiert. Der Turm selbst besteht aus über sechshundert Gussplatten, die durch große Schrauben miteinander verbunden wurden. Die neun Stockwerke des Leuchtturms werden von zwei Wohnhäusern flankiert, in denen die Wärter des Leuchtfeuers sich häuslich niedergelassen hatten, damit sie jederzeit gleich vor Ort sind. Heute gehören die beiden Häuser zur Wattenschutzstation, da die Überwachung und Steuerung der Leuchtfeuer von Tönning aus erfolgt. Eine umfangreiche Renovierung des Turms wurde 2006 abgeschlossen. Seit 2001 kann man den Turm besteigen und sich den Blick aus luftiger Höhe gönnen und in der Ferne die Schiffe an sich vorbeiziehen lassen, die sich bei Nacht und Nebel an dem 183.000 Candela starken Leuchtfeuer orientieren können, das von einer Xenon-Hochdruck-Entladungslampe ausgehen, die seit 1975 in Betrieb ist und die Lichtbogenlampe abgelöst hat.