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Zeche Zollverein

Die Zeche „Zollverein“ gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Essen, deren Stadtväter hocherfreut waren, als die Zeche samt Kokerei 2002 ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. Der Standort wurde nicht nur durch die Entdeckung eines Kohleflözes in der Nähe von Katernberg beeinflusst, sondern auch vom Verlauf der 1847 eröffneten Eisenbahnstrecke. Den Namen „Bullmannaue“ erhielt das Gelände um den Hauptschacht von seinen ursprünglichen Besitzer. 1847 begann der Bau des Hauptschachtes, von dem aus man in 130 Metern Tiefe ins Flöz vorstieß. 1951 startete dort die Förderung und bereits ein Jahr später folgte die Förderung vom zweiten Schacht aus. Die für die Förderung notwendige Maschinerie wurde in zwei identischen Türmen untergebracht, die im Baustil der Malakowtürme errichtet wurden. 1896 wurde die Doppelschachtanlage 4 und 5 in Betrieb genommen, nachdem bereits Schacht 3 mit Start 1883 dafür gesorgt hatte, dass das Fördervolumen auf 1 Million Tonnen pro Jahr gesteigert werden konnte. Über fast hundert Jahre wurde hier ständig erweitert, bis ab 1980 eine allmähliche Reduzierung aus Kostengründen und zu Ende gehenden Vorräten erfolgte, die 1986 in der kompletten Stilllegung endete. Die Anlagen wurden an das Land verkauft und Stück für Stück als Industriekulturdenkmal für die Öffentlichkeit aufbereitet, das heute zu einem aus mehreren Gebäuden bestehenden Museumskomplex geworden ist, der auch als einzigartige Kulisse für zahlreiche kulturelle Events dient.