Zwinger
Zwischen Postplatz und Semperoper findet sich in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden der Zwinger. Seinen Namen erhielt der Komplex, weil er sich auf dem zwischen den Festungsmauern der Stadt gelegenen, als „Zwinger“ bezeichnetem, Gelände befindet. Als man 1709 mit dem Bau begann, ging es erst einmal darum, einen Festplatz mit einer geeigneten Infrastruktur zu schaffen. August der Starke beauftragte danach Matthäus Daniel Pöppelmann mit der Errichtung des noch heute zu sehenden barocken Gebäudes aus Sandstein, dessen erster Abschnitt 1719 fertig gestellt wurde. Das zuerst als Orangerie betriebene Gartengelände erhielt seine endgültige Gestalt, weil August seinen adeligen Gästen etwas bieten wollte. Permoser und einige andere Bildhauer schufen die 21 Skulpturen. Der II. Weltkrieg brachte dem Zwinger schwere Zerstörungen. Dem Engagement russischer Soldaten in Zusammenarbeit mit vielen Einheimischen ist es zu danken, dass sehr schnell mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte, der bereits 1963 fast abgeschlossen war. Erneute Schäden wurden durch die Hochwasser von Elbe und Weißeritz im Jahr 2002 verursacht. Der Zwinger ist nicht nur ein Treffpunkt von architekturinteressierten Touristen, sondern auch der Freunde der schönen Künste, die hier ausgestellt werden. Im barocken Stil erbaut wurde auch das Nymphenbad, bei dem es sich um einen historischen Brunnen handelt. Immer wieder begeistert das aus vierzig Porzellanglocken bestehende Glockenspiel die Besucher, die sich zu jeder vollen Viertelstunde hier einfinden. An eine Burg wie im Märchen erinnert der „Wallpavillon“, der von einer Herkulesfigur mit der Weltkugel gekrönt wird.