Bad Oeynhausen
Vierzig Kilometer östlich von Bielefeld liegt am Rand des Wiehengebirbes die Kurstadt Bad Oeynhausen. Im achtzehnten Jahrhundert erkannte man zuerst, dass sich in der Region stark salzhaltige Gewässer den Weg an die Oberfläche bahnten, was dazu führte, dass ein Saline gebaut wurde. Als man ab 1830 nach weiteren Möglichkeiten zur Salzgewinnung suchte, stieß man 1845 auf eine heiße Solequelle. Als sich die heilende Wirkung des Wassers zeigte, ging man schnell an den Bau der ersten Kureinrichtungen. Das führte dazu, dass Friedrich Wilhelm IV. der aufstrebenden Gemeinde den Titel „Königliches Bad Oeynhausen“ verlieh. Die von den Einheimischen verehrte „Wittekindquelle“ an den Hängen des benachbarten Wiehengebirges versiegte 1938. Dennoch erfolgten an der Schwelle zum 20. Jahrhundert zahlreiche auf Kurgäste ausgerichtete Bauten, da man sich weitere aktive Quellen erschlossen hatte. Dazu zählt auch der „Jordansprudel“, der seit 1926 der größte seiner Art ist und bei vollem Betrieb mehr als sechs Kubikmeter kohlensäurehaltiges Wasser pro Minute zu Tage fördert. Hier sorgt moderne Technik für einen sparsamen Umgang mit den wertvollen Recourcen. Der II. Weltkrieg führte dazu, dass der Badebetrieb vorübergehend unterbrochen werden musste und erst 1954 wieder angeschoben werden konnte. Beliebte Treffpunkte sind der große Kurpark nach englischem Vorbild und der Sielpark mit dem Gradierwerk. Auch der „Aqua Macica“- Landschaftspark, der im Rahmen der Landesgartenschau 2000 geschaffen wurde.