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Bad Pyrmont

In der Nähe der niedersächsischen Stadt Hameln liegt im Weserbergland der weltberühmte Kurort Bad Pyrmont. Der Ort geriet mit dem „großen Wundergeläuf“ erstmals in die Schlagzeilen, als sich 1556 Menschen aus ganz Europa hier trafen, um ihre Leiden von der Wunderkraft des Quellwassers heilen zu lassen. Schon zu Beginn der christlichen Zeitrechnung nutzen die Römer diese heilenden Wasser, wie man bei Ausgrabungen im Umfeld der „Brodelquelle“ eindrucksvoll belegen konnte. Der stetig weiter steigende Beliebtheitsgrad des Kurortes führte dazu, dass Pyrmont 1914 den ehrenden Zusatz „Bad“ erhielt. In Bad Pyrmont finden sich Kliniken der verschiedensten Träger, die ihre Patienten in den Genuss des Heilwassers kommen lassen möchten. Der Schwerpunkt liegt bei rheumatischen Erkrankungen, die vor allem in der Fachklinik Bad Pyrmont von hochrangigen Spezialisten behandelt werden. Eine der Kliniken hat sich auf ganzheitliche Medizin und die Anwendung von Naturheilverfahren spezialisiert, während eine andere sich voll und ganz den psychosomatischen Krankheitsbildern zuwendet. Um sich nach den Behandlungen in der Natur erholen zu können, kann man entweder den Kurpark mit seinen lauschigen Ruhezonen nutzen oder ausgedehnte Spaziergänge in die nähere Umgebung der Stadt machen. Bad Pyrmont kann auf eine lange Reihe berühmter Kurgäste verweisen, unter denen sich neben Wilhelm von Humboldt auch Zar Peter der Große und Johann Wolfgang von Goethe finden.