Bad Reichenhall
Bad Reichenhall findet sich im Berchtesgadener Land im äußersten Süden der Bundesrepublik Deutschland. Hier wussten schon die Kelten, wie man das Salz gewinnen konnte. Schon die Römer bezeichneten die hier gewachsene Siedlung als „Ad salinas“, was darauf hindeutet, dass zu diesem Zeitpunkt dort schon eine Anlage zur Salzgewinnung gestanden haben muss, die von ihnen zu einer der Bedeutendsten im alpinen Raum entwickelt wurde. 1440 hielt mit einem Paternosterschöpfwerk neue Technik Einzug in der Salzgewinnung. Bis 1834 war das Schöpfwerk in Betrieb, dann fiel es wie viele andere Gebäude einem in der Stadt wütenden Brand zum Opfer. Dieser führte dazu, dass die komplette Förder- und Verarbeitungstechnik komplett erneuert wurde. 1946 wurde auch der Badebetrieb in immer größerem Umfang aufgenommen und führt 1890 zur Zuerkennung des Titels „Bad“. Nach der Privatisierung des Kurbetriebes 1997 erfolgen immer weitere Ausbauten, deren letzte Errungenschaft die „Rupertus Therme“ ist, wo sich die Gäste in verschiedenen Becken tummeln können oder im therapeutischen und Wellnessbereich aktiv etwas für ihr Wohlbefinden tun können. Die Therme genügt auch den höchsten Anforderungen an ein Spaßbad, in dem Groß und Klein kurzweiliges Vergnügen finden oder im Saunabereich den Kreislauf und die körperliche Widerstandsfähigkeit fördern können. Das in Bad Reichenhall gewonnene Salz hat heute nicht mehr nur regionale Bedeutung, sondern findet sich in fast allen Lebensmittelmärkten.