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Bad Wiessee

Ganz im Süden Deutschlands liegt Bad Wiessee an den Gestaden des Tegernsees. Es erlangte schon im 15. Jahrhundert eine vorübergehende Berühmtheit, als ein Mönch auf das „Steinöl“ stieß, dessen therapeutische Wirkung sich sehr schnell herumsprach. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert war man bei den Bohrungen eigentlich auf der Suche nach Erdöl, als zufällig eine Thermalquelle stieß, die vor allem von Jod und Schwefel geprägt war. Sehr schnell wurde reagiert und der Ort entwickelte sich binnen kurzer Zeit zum beliebten Kurort, der bereits 1922 das Prädikat „Bad“ bekam. Hier kann man die idyllische Landschaft um den Tegernsee bei Nordic Walking genießen oder bei der Gymnastik im Freien den Anblick der waldreichen Hügel genießen. Im Jodschwefelbad erfahren vor allem die Menschen Erleichterung, die rheumatische Beschwerden oder größere Hautprobleme haben. Deshalb engagiert sich hier auch die Deutsche Rheumaliga. Mehr als ein halbes Dutzend Kurkliniken haben sich hier etabliert und bieten den Patienten auch Hilfe, wenn nach Unfällen und anderen schwerwiegenden Eingriffen wieder zu Kräften kommen müssen. Dazu werden auch die Errungenschaften der Naturmedizin eingebracht und die Erkenntnisse fernöstlicher Anwendungen genutzt. Für Entspannung und Kurzweil nach den Behandlungen sorgen ein interessantes kulturelles Angebot und die Möglichkeit, den Tegernsee und seine Anliegerorte mit dem Motorboot zu erkunden.