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Besucherbergwerk und Bergbaumuseum Rammelsberg

Das Besucherbergwerk Rammelsberg mit dem angeschlossenen Museum gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es ist das erste Industriedenkmal, das in diese Liste aufgenommen wurde. Wer sich heute dem Bergwerk nähert, meint von Weiten, dass er ineinander geschachtelte Wohnhäuser vor sich sieht und denkt mit keiner Silbe daran, dass in diesen Gebäuden die Verwaltung und die Erzverarbeitung untergebracht war. Seit 1988 wird schrittweise und sehr erfolgreiche an der Umwandlung aus einem aktiven Bergwerk zum Museum gearbeitet. Dabei entstand ein sehr modernes Museum, das keinen menschlichen Führer mehr benötigt, dem man folgen muss und wo man seine Ohren spitzen muss, um bei größeren Gruppen auch in den hinteren Reihen noch etwas zu verstehen. Moderne Kommunikationstechnik macht es möglich, dass man mit Kopfhörern allein durch die Hallen streifen und sich die verschiedenen Ausstellungen zur Erdgeschichte und der Entstehung von Mineralien und Erzen anschauen kann. Den Bergwerksbereich selbst kann man nur mit Führer erkunden. Dort werden auch wertvolle Mineralien gezeigt, die das Herz jedes Schmuckliebhabers höher schlagen lassen. Haus K beherbergt die ehemalige Energiezentrale des Bergwerks. Hier könnte man meinen, man müsste nur den Hebel umlegen, um die Generatoren wieder in Gang zu setzen. Haus M widmet sich der Kunstgeschichte der Region, während Haus L wirkt, als könnten hier jederzeit die Bergleute hereinspazieren, ihre Kleiderkörbe von der Decke holen und sich auf den Schichtbeginn vorbereiten.