Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Die Gedenkstätte findet sich unter dem Namen Holocaust-Gedenkstätte in der Hauptstadt der Bundesrepublik. In der Nähe vom Brandenburger Tor mit Blick auf den Tiergarten wurde auf 19.000 Quadratmetern 2005 ein Denkmal eingeweiht, das den Juden gewidmet ist, die dem Naziregime und seinen Gefolgsmännern zum Opfer fielen. Über Tage fallen die auf den genau bemessenen Wellen des Bodens errichteten Stelen ins Auge. Die 2.711 Stelen sind teilweise über vier Meter hoch. Die schwerste bringt ganze 16 Tonnen auf die Waage. Darunter befindet sich auf einer Fläche von mehr als 900 Quadratmetern ein unterirdisches Museum. Er wird als „Ort der Information“ bezeichnet und zeigt unter anderem eine Liste, auf der die Namen der Opfer stehen, die man kennt. Auf mehr als 750 Quadratmeter Ausstellungsfläche kann man viel über die Hintergründe und Abläufe der Judenverfolgung in Deutschland erfahren. Ein kleiner Buchladen wurde in das Museum integriert und hält eine reihe von ergänzenden Informationen und guten Geschichtsbüchern bereit. Einer der Beweggründe für die Gestaltung des überirdischen Bereiches mit den Stelen ist die Ähnlichkeit mit den Sarkophag Gräbern auf dem jüdischen Friedhof in Prag und Anlagen in Jerusalem. Außerdem ähnelt das Mahnmal bewusst den Soldatenfriedhöfen, wo man die Namen der Gefallenen nicht kannte, weil man davon ausgeht, dass die Zahl der Opfer deutlich höher ist als die Zahl der Namen auf der im Museum veröffentlichen Liste.