Deutsches Edelsteinmuseum – Geowissenschaften
Die Geschichte der Entstehung des Deutschen Edelsteinmuseums geht auf einen Erlass zur Regelung des Gewerbes im 19. Jahrhundert zurück. 1859 eröffnete am Alexanderplatz in Idar-Oberstein eine Ausstellung der in der Region gefertigten Industriegüter. In der Folge entstand dort auch die Diamant und Edelsteinbörse, die als reine Schau ohne Verkauf durchgeführt wurde. 1996 zog die Edelsteinausstellung um in ein ehemaliges Gebäude der Bundeswehr. Das wurde durch die Umwandlung in eine gemeinnützige Stiftung möglich. Der Jahrhundertwendebau beherbergt inzwischen die weltweit größte Sammlung an wertvollen Steinen. Zu den ständig gezeigten Exponaten gehören fast 10.000 Steine, die teilweise in roher und andererseits in handwerklich exzellenter Verarbeitung als Leihgabe von Industrie und Handwerk zu Verfügung gestellt werden. Ehrenamtliche Helfer stehen den Besuchern Rede und Antwort und organisieren verschiedene zusätzliche Ausstellungen, bei denen viele zu besonderen Publikumsmagneten werden. Ganze fünf Jahrhunderte der Edelsteinförderung in der Region kann man hier durchstreifen und dabei die verschiedenen Arten der Bearbeitung kennenlernen, die letztendlich dazu führen, dass die mit filigranem Schliff versehenen Kostbarkeiten in Kronen und Kolliers eingearbeitet werden. Hier findet man vom geschickt geschliffenen Diamanten bis zum glitzernd bunten Turmalin alles, was die Erde so an wertvollem Gestein in die Nähe der Oberfläche befördert hat. Die schönsten Kostbarkeiten finden sich in der Schatzkammer des Museums.