Fastnachtsmuseum „Narrenburg“ – „Typisch Deutsch“
Jedes Jahr im November beginnen sie wieder, die Prunksitzungen der großen deutschen Karnevalsvereine. Vor allem in den Rhein- und Mainmetropolen wird um die Gunst der Gäste gerungen. Immer schöner und immer ironischer sollen die Kostüme und Wagen der Karnevalsgesellschaften sein, mit denen sie sich in die Rosenmontagszüge einreihen. Im Schloss Hettingen bei Sigmaringen kann man viele Dinge aus der Geschichte der Fastnacht anschauen und sich ein Bild über die deutschen Bräuche machen, zu denen das Karamellen werfen und das satirische Aufgreifen politischer Themen zählt. In Deutschland gibt es sehr große regionale Unterschiede, die in dem Museum aufgegriffen werden. Die schwäbische Fastnacht beispielsweise lebt von Kostümen, die immer wieder verwendet werden. Die damit verbundenen Traditionen reichen bis ins Mittelalter zurück. Auch der Beginn der „närrischen Zeit“ wird in vielen Regionen unterschiedlich gehandhabt. Während im Rheinischen sich die Narren bereits am 11.11. den symbolischen Schlüssel zum Rathaus abholen, beginnt man im schwäbischen Raum die Session erst am 6. Januar. Doch nicht nur deutsche Besonderheiten werden im Fastnachtsmuseum vorgestellt, sondern auch Einblicke in den Schweizer Karneval und die karnevalistischen Bräuche in Venedig gewährt. Auch die anderen europäischen Nachbarn werden nicht benachteiligt und auch ihre Traditionen den Besuchern nahe gebracht. Hier gibt es auch Sonderausstellungen zu „närrischen“ Themen, wie beispielsweise die Rolle der Tierfiguren in der Fastnacht.