Grassi Museum für Musikinstrumente – Musikinstrumente
Im Grassi Museum in Leipzig ist nicht nur das Museum für Musikinstrumente untergebracht, sonder das Gebäude beherbergt auch das Museum für Völkerkunde sowie das Museum für angewandte Kunst. Das Museum für Musikinstrumente gehört zur Universität Leipzig. Ganze zehn Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt kann man dort beinahe fünftausend Instrumente aus historischer und neuer Zeit besichtigen. Vorläufer des heutigen Museums sind im Bosehaus zu finden, wo 1886 bereits Paul de Wit die erste Ausstellung zu historischen Musikinstrumenten eröffnete. Nachdem Wilhelm Heyer die Sammlung bis 1913 um einige wertvolle Stücke erweitert hatte, wurde sein Lebenswerk 1926 an die Universität Leipzig verkauft. Schon drei Jahre später eröffnete das Museum im heutigen Domizil. Der II. Weltkrieg setzte der Sammlung heftig zu, doch ab 1950 erfolgte ein Wiederaufbau der Musikinstrumentensammlung. Mehrere private Sammler vermachten dem Museum ihren Nachlass, so dass dort heute von der Querflöte bis zum wertvollen Flügel alles angeschaut werden kann. Wer die Ausstellung anschaut, wird feststellen, dass hier eine Zuordnung nach einzelnen Zeitabschnitten erfolgt ist. Einer der Abschnitte wurde dem Instrumentenbauer Bartolomeo Cristifori gewidmet, der vor allem für die Medici-Familie tätig war. Eine weitere Abteilung beschäftigt sich speziell mit der Instrumentenherstellung in Sachsen, das vor allem durch die Herstellung von Klavieren aller Art bekannt geworden ist.