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Grube Messel – Naturgeschichte

Bei der Grube Messel handelt es sich um einen ehemaligen Tagebau in der Nähe von Darmstadt. Hier musste man beim Abbau besonders vorsichtig sein, denn immer wieder stieß man im Erdreich auf Fossilien. Inmitten des Ölschiefers fanden sich Abdrücke von Vögeln, Reptilien und einer historischen Pferdeart. Nachdem ein Auffüllen des Tagebaus mit Abfällen verhindert werden konnte, nahm die UNESCO die Region 1995 in die Liste des Welterbes auf. Ein großes Problem musste in der Grube Messel jedoch gelöst werden: die Funde wurden durch die Austrocknung des tragenden Materials brüchig und verwitterten. Neuerdings setzt man zur Konservierung Kunstharz ein. Wer die Grube im Sommer besucht, der kann den Archäologen verschiedener Museen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, denn die Ausgrabungen in diesem Gebiet sind noch immer nicht abgeschlossen. In der benachbarten Gemeinde Messel befindet sich das Fossilien- und Heimatmuseum. Die Ausstellung rund um den Tagebau ist im Rathaus untergebracht und zeigt nicht nur eindrucksvolle Funde aus dem Tagebau, sondern informiert auch gleich noch über die Entwicklungsgeschichte der Region. Weitere wichtige Funde aus der Grube Messel finden sich im Naturmuseum Senckenberg und dem Landesmuseum Hessen. Eine Besucherplattform gibt den Gästen die Gelegenheit, sich das gesamte Gelände von oben anzuschauen, ehe sie sich einer Führung anschließen oder den ehemaligen Tagebau auf eigene Faust erkunden.