Grünes Gewölbe – Kunsthandwerk
Wer das Grüne Gewölbe in Dresden besuchen möchte, der sollte sich vorsichtshalber telefonisch anmelden, denn die Besucherzahlen sind teilweise extrem hoch. Zu finden ist das Grüne Gewölbe im Residenzschloss in Dresden. Vor vier Jahrhunderten diente dieses Gewölbe als eine Art Schatzkammer, wo die Herrscher einen Teil ihrer wertvollen Gegenstände sicherten. Dieses Gewölbe galt damals als weitgehend feuersicher. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die „Wunderkammer“ eingerichtet, die schon damals als Ausstellung dienen sollte. Der II. Weltkrieg setzte der Bausubstanz ziemlich zu, doch die Kunstschätze waren zu Sicherung in die Festung Königstein gebracht worden. Nachdem die meisten Ausstellungsstücke dreizehn Jahre in Russland gelagert wurden, können sie seit 1959 wieder besichtigt werden. Nachdem sie im Albertinum gezeigt wurden, können sie seit 2004 wieder im Residenzschloss gezeigt werden. Das ursprüngliche Grüne Gewölbe wurde nach umfangreichen Baumaßnahmen 2006 wieder eröffnet und zeigt seither mehr als 3.000 wertvolle Stücke, die vor allem aus der Goldschmiedekunst und dem Juwelierhandwerk stammen. Eines der bekanntesten Stücke ist der „Mohr mit Smaragdstufe“, der demnächst sein 300-jähriges Jubiläum feiern kann. Immer wieder staunende Augen rufen das „Bad der Diana“ und „Das goldene Kaffeezeug“ hervor. Eines der wertvollsten Stücke ist ein 41-karätiger Diamant, der eine etwas eigenwillige Färbung besitzt. Auch Uhrenfreunde werden hier aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn sie die einzigartigen astronomischen Tischuhren zu sehen bekommen.