Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek
Die Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek wurde bereits vor mehr als dreihundert Jahren gegründet. Sie befindet sich im Weimar in einem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gebäude. Herzogin Anna ließ während ihrer Herrschaft die umfangreiche Büchersammlung des Hofes nach Weimar verlegen, wo sie nach ihrem Tod von ihrem Sohn Carl August weitergeführt wurde. Die heutigen Räume der Bibliothek entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nachdem Johann Wolfgang von Goethe 35 Jahre lang die Bestände der Bibliothek erweiterte, konnte sie von der Klassik Stiftung Weimar mit einem Bestand von mehr als 1 Million Büchern übernommen werden. Sie gehörte damit zu den führenden Bibliotheken Deutschlands und diente vorwiegend Forschungen zu deutschen klassischen Literatur. Vor allem Faust und Shakespeare waren mit über 20.000 Bänden sehr stark vertreten. 1998 wurde die Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek von der UNESCO in die Liste des kulturellen Welterbe aufgenommen. Kurz nach der Aufnahme zur Schaffung von zwei unterirdischen Schutzräumen für die wertvollen Bücher brach im September 2004 ein Brand in der historischen Bibliothek aus. Trotz schnellen Einschreitens der Feuerwehr wurden viele wertvolle Bücher vernichtet und schwer beschädigt. Findigen Restauratoren gelang es, einen Teil der beschädigten Bücher zu sichern. Mehrere Millionen waren nötig, um das Gebäude zu restaurieren und viele Millionen müssen noch investiert werden, um die noch immer tiefgefrorenen Bücher zu sichern.