Internationales Mühlenmuseum
Das Internationale Mühlenmuseum findet man im niedersächsischen Gifhorn. Auf 16 Hektar werden Mühlen aus einem Dutzend verschiedener Länder gezeigt. Initiator des Museums ist Horst Wrobel, der sich von der Romantik und dem technischen Knowhow einer historischen Bockwindmühle begeistern ließ und fortan alles sammelte, was er an Material über alte Mühlen aller Art bekommen konnte. 1974 eröffnete er sein ganz privates Museum, in dem er seine im Maßstab 1 zu 25 gebauten Modelle präsentierte. Doch er wollte der Öffentlichkeit die Mühlen noch näher bringen und holte sich Unterstützung beim Land Niedersachsen. Nach umfangreichen Umgestaltungen des Geländes und dem Aufbau von drei originalgetreuen Mühlen und einer Ausstellungshalle wurden 1980 erneut die Pforten für die Gäste geöffnet. Die Halle zeigt nicht nur die Modelle von fast fünfzig verschiedenen Mühlen, sondern präsentiert auch die verschiedenen Arbeitsgeräte der Müller. Dabei beschränkt man sich nicht nur auf Wind- und Wassermühlen, sondern zeigt auch, wo die durch Dampf erzeugte Kraft eingesetzt wurde und wird, um den Menschen die körperlich schwere Arbeit etwas zu erleichtern. Der Dorfplatz wird begrenzt von drei im Fachwerkstil erbauten Häusern. Im Brothaus kann man traditionelle Backwaren kaufen, während das Müllerhaus als Veranstaltungsort dient und das Trachtenhaus ein Restaurant beherbergt. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Kirchenbau, der einer russischen Holzkirche nachempfunden ist.