Landesmuseum für Vorgeschichte
Das in Halle an der Saale ansässige Landesmuseum für Vorgeschichte wurde bereits 1819 in Naumburg. 1823 wurde es nach Halle umgelagert, wo man die Ausstellung in der Neuen Residenz bewundern konnte. Seit 1913 besitzt es ein eigenes Gebäude und seit 1886 auch vom Land bezahlte Mitarbeiter. Nachdem 1921 der Museumsbund Sachsen gegründet wurde, benannte man das Museum in „Landesanstalt für Vorgeschichte“ um. 1932 wurde ein Freigelände eingerichtet. Die sozialistische Regierung übergab dem Museum 1955 ein Mammutskelett, das heute noch eines der Prunkstücke der Ausstellung ist. Dazu gehört auch die „Himmelsscheibe von Nebra“, die auf dem Mittelberg gefunden wurde und nach Irrwegen im Februar 2002 von der Baseler Polizei beschlagnahmt worden ist. Die einzelnen Fundstücke aus der Steinzeit bis zur frühen Bronzezeit kann man in der Reihenfolge ihrer Entstehung anschauen. Die Ausstellung soll in Zukunft noch einmal deutlich umfangreicher werden und den Besuchern in den nächsten Jahren auch Einblicke bis weit ins Mittelalter hinein bieten, um irgendwann einmal bis in die Neuzeit hinein ergänzt zu werden. Zum Landesmuseum für Vorgeschichte, das offiziell die Bezeichnung „Landesamt für Archäologie – Landesmuseum für Vorgeschichte- Sachsen-Anhalt“ trägt, gehören auch zwei umfangreiche Fachbibliotheken mit einem Bestand von mehr als 110.000 Büchern und wissenschaftlichen Arbeiten rund um die Archäologie.