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Medizinhistorisches Museum

Das Deutsche Medizinhistorische Museum findet sich am Rathausplatz in Ingolstadt. Die hellbeige Fassade mit den fünfzehn Bogendurchgängen erinnert von Weitem eher an ein historisches Kurhaus als an ein Museum. Gleich dahinter findet sich die „Alte Akademie“, die nicht nur ein Stück Universitätsgeschichte, sondern auch ein Denkmal der Baukunst darstellt. Seit 1973 ist das Museum hier etabliert und zeigt in 22 Abteilungen, welchem Wandel die medizinischen Hilfsmittel im Laufe der Zeit ausgesetzt waren. Start ist bei den alten Ägyptern, die schon ziemlich umfangreiche medizinische Kenntnisse gehabt haben sollen. Dabei werden die Entwicklungen in vielen Regionen der Erde berücksichtigt. Eine Abteilung widmet sich ausschließlich der grafischen Darstellungen der Medizintechnik und der schlauen Ärzte, die sie geschickt zu nutzen wussten. Ein besonderes Bonbon der Ausstellung ist der Heilpflanzengarten, dessen Geschichte bis zum Jahr 1723 zurückreicht, wo er von der Universität Ingolstadt zu Ausbildungszwecken angelegt wurde. 2008 wurde ein neuer Bereich der Ausstellung hinzugefügt, der sich vor allem der Entwicklung der heute sehr oft eingesetzten Lasertechnik widmet. Auch die Dokumentation „In Memoriam“ sollte man sich nicht entgehen lassen, die knallhart die Machenschaften des Nationalsozialismus im psychiatrischen Bereich auf den Tisch bringt. Viele medizinische Ratgeber sowie Broschüren rund um die Geschichte von Medizin und Pharmazie kann man im museumseigenen Shop erwerben.