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Museum der Bildenden Künste

Die im Volksmund auch als „Bildermuseum“ bezeichnete Sammlung kann man in Leipzig anschauen. Der „Leipziger Kunstverein“ war der Urheber dieser umfangreichen Ausstellung, die schon 1948 mehr als hundert Gemälde in der „Bürgerschule“ zeigte. Umfangreiche Schenkungen sorgten dafür, dass sie sehr schnell wuchs. Schletter sorgte mit seinen verbundenen Bedingungen dafür, dass die Ausstellung 1858 in ein eigenes Gebäude auf dem Terrain des heutigen Gewandhauses wechseln konnte. Das Gebäude wurde im II. Weltkrieg zerstört und die Bestände wurden vorübergehend im Dimitroff Museum zur Schau gestellt, bis dieses als Sitz des Bundesveraltungsgerichts ausgewählt wurde. Große Diskussionen gab es unter den Einheimischen um den quaderförmigen Neubau auf dem Sachsenplatz, wo heute mehr als siebentausend Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. Die Sammlung umfasst inzwischen über tausend Skulpturen, 60.000 grafische Darstellungen und 3.500 Gemälde aus der Zeit vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart hinein. Die Urheber der Kunstwerke stammen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland. Schaut man sich die zeitliche Einordnung der Kunstwerke genauer an, wird man feststellen, dass hier die mehr als vier Jahrzehnte dauernde sozialistische Wirtschaft ein ziemliches Loch hinterlassen hat, weil kaum Gelder für neue Ankäufe zu Verfügung gestellt wurden. Im neuen Museum der Bildenden Künste sind neben der Dauerausstellung auch wechselnde Wander- und Themenausstellungen zu sehen, so dass sich immer wieder ein Besuch lohnt.