Museumsinsel Berlin
Die Berliner Museumsinsel findet sich auf ehemaligem Sumpfgelände, das durch den Kanalbau am linken Arm der Spree trocken gelegt wurde. Schinkel lieferte 1822 die Vorlagen für die Bauten der heutigen Museumsinsel. Mit dem „Alten Museum“ wurde 1830 das erste öffentliche Museum des preußischen Staates eröffnet. Die anderen Museen folgten 1859, 1876, 1904 und 1930. In dieser Zeit begannen die Einheimischen auch, das Gelände mit der hohen Konzentration an Ausstellungen „Museumsinsel“ zu nennen. Die ursprünglichen Gebäude wurden durch die Bombentreffer im II. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Fehlende Mittel sorgten dafür, dass der eigentliche Wiederaufbau erst gegen 1990 begonnen werden konnte. Heute beherbergt die Insel das „Bode- Mueum“, das eine umfangreiche Skulpturensammlung präsentiert. Dort kann man sich auch gleich noch den Münzen aus mehreren Jahrhunderten widmen. Das „Pergamonmuseum“ zeigt dem interessierten Gast die schönsten Stücke von drei Museen: Islamische Kunst, Vorderasiatische Kunst und die Antikensammlung. In der „Nationalgalerie“ kann man unzählige Gemälde namhafter Künstler bewundern. Das Ägyptische Museum soll voraussichtlich ab 2009 auch auf die Museumsinsel umziehen und dort zum Beispiel die Noferetetenbüste und die Skulptur der Königin Teje zusammen mit vielen anderen sehenswerten Stücken aus alter Zeit präsentieren. Der für die Museumsinsel beschlossene Masterplan sieht vor, in den nächsten Jahren hier noch mehr Museen anzusiedeln. Dazu gehören das Völkerkundemuseum und das Museum für Ostasiatische und Indische Kunst.