Sächsisches Industriemuseum
Um das Sächsische Industriemuseum komplett anschauen zu können, muss man die vier Orte Chemnitz, Crimmitschau, Ehrenfriedersdorf und Knappenrode reisen. Das Industriemuseum in Chemnitz präsentiert in acht Themenbereichen viele interessante Dinge aus der Industriegeschichte Sachsens vom Beginn über die Zeiten der sozialistischen Planwirtschaft bis hin zur Produktion an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Die zwei Schwerpunkte liegen dabei auf dem Motorenbau und der Textilherstellung. Letztere steht auch im Mittelpunkt der Ausstellung in Crimmitschau, die man am geschichtsträchtigen Standort einer ehemaligen Tuchweberei bewundern kann, welche 1859 gegründet wurde. Hier kann man erfahren, wie Wollstoff hergestellt und verarbeitet wurde und wird. Das Museum ist in einigen Teilen auch zum lehrreichen Anfassen gestaltet und bietet nebenher noch viele interessante Events rund um die Textilherstellung und Modetrends. Sehr informativ ist auch ein Besucherbergwerk in Knappenrode, wo man umfassende Einblicke in die Arbeit in einer Zinngrube erlangen kann. Die Geschichte des Bergbaus kann man in hundert Meter Tiefe hautnah erleben und darf auch gern einmal selbst der Abbauhammer schwingen. Eine Besichtigung in der Edelsteinschleiferei oder der Mineralienausstellung runden den Besuch ab, bei dem man auch einen Blick in den Heilstollen werfen kann. Knappenrode dagegen gibt Einblicke in die Energieerzeugung in den Kinderschuhen und wie sie sich rasant weiterentwickelt hat.