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Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein findet sich in Schwangau im Allgäu. Es wurde auf der Stelle gebaut, auf der vorher schon zwei Burgen gestanden hatten. Baubeginn war 1869 und schon nach vier Jahren waren einige Teile fertig gestellt. Das resultiert nicht zuletzt aus dem Einsatz für die damalige Zeit hochmoderner Aufzugstechnik. Besonders beeindruckt sind die Besucher immer wieder vom nachträglich eingebauten Thronsaal, der von Wilhelm Hauschild mit imposanten Malereien verziert wurde. Der Sängersaal ist noch ein Stück größer und erinnert kundige Gäste ein bisschen an die Wartburg, die hier als Vorbild wirkte. Interessant ist auch die Grotte in den fürstlichen Wohnzimmern, die einen kleinen Wasserfall besitzt. Revolutionär war auch der Einbau eines Aufzuges, der dem Küchenpersonal das Treppensteigen mit dem schweren Platten abnahm. Ein Meisterwerk der Schnitzerei ist das königliche Bett. Auch die Toiletten waren mit ihrer automatischen Spülung für damalige Verhältnisse eine technische Meisterleistung. Auch war es neu, dass beim Bau des Schlosses getrennte Eingänge und Treppen für Schlossherren und Dienerschaft gebaut wurden. Viele Gäste sind fasziniert, dass der Fürst seine Diener schon damals über eine Klingelanlage rufen konnte. Und noch etwas Einzigartiges findet sich im Schloss Neuschwanstein. Hier fehlt im Thronsaal der fürstliche Thron, weil er erst nach dem Ableben des Fürsten fertig geworden und dann anderweitig verwendet worden ist.