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Schokoladenmuseum

Das Imhoff Schokoladenmuseum findet sich in Köln auf einer Halbinsel im Rhein. Es besteht erst seit 1993 und verdankt seinen Namen dem Initiator Hans Imhoff, der selbst bis 2002 Schokoladenproduzent gewesen ist. Er führte die Marken Stollwerck, Sprengel und Sarotti zum Erfolg. Die Geschichte des Hauptbestandteils der Schokolade, des Kakaos, reicht bis ins Jahr 1.000 vor Beginn der christlichen Zeitrechnung zurück, wobei allerdings erst fünfhundert Jahre später von den Maya die ersten großen Plantagen angelegt wurden. Der Kakao gelangte im 16. Jahrhundert auch nach Europa und machte auch die daraus hergestellte Schokolade salonfähig. Vor allem die Kolonialmächte profitierten von den Kakaoplantagen in ihrer Kolonien in Afrika und Übersee. Die kostengünstigere Herstellung sorgte im 19. Jahrhundert für eine Industrialisierung der Produktion von Schokolade. Der Wendepunkt war 1846, als man begann, die Tafeln in einheitlicher Größe zu gießen und die Schokolade neben Bier als Volksnahrungsmittel angepriesen wurde. Das Museum zeigt, unter welchen Bedingungen die Sklaven den Kakao anbauten, wie er verpackt und verschifft wurde um ihn in Europa der Schokoladenherstellung zuzuführen. Hier steht man inmitten dreier Jahrtausende Schokoladengeschichte und kann nebenbei auch erfahren, wie Schokolade heute hergestellt wird und warum die Hersteller die Rezepturen streng geheim halten und warum es heute eine Schokoladenverordnung gibt, die die Herstellung und den Handel reglementiert.