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Spielzeugmuseum

Das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg kann bereits auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückschauen. Der Lehrer Paul Kuntze war der Initiator. Es ist damit das Spielzeugmuseum mit der längsten Tradition in Deutschland. Das bekannteste Ausstellungsstück ist die „Thüringer Kirmes“, die schon 1910 auf der Brüsseler Weltausstellung für Aufsehen sorgte. Die Ausstellung zeigt Spielzeug aus fünf Jahrtausenden. Bei den 60.000 Exponaten dürften sich optisch nicht nur viele Kinderträume erfüllen. Hier kuscheln historische Teddys mit Kasperle Figuren und bei den Puppen müssen Eltern die Töchter zurückhalten, damit sie nicht eine der niedlichen Püppchen für Puppenhaus und Puppenwagen mitnehmen wollen. Vom Schaukelpferd bis zum Mini- Karussell findet sich alles, was dazu geeignet ist, Kindern ein bisschen Kurzweil zu verschaffen oder als begehrtes Sammlerstück in einer Vitrine zu landen. Hier findet sich geschnitztes Spielzeug neben industriell hergestellten Spielwaren und das ägyptische Püppchen neben dem liebevoll gemalten Antlitz der Käthe Kruse Puppen. Der Besuch hier lohnt sich in jedem Jahr wieder, denn hier landen jährlich bis zu tausend neue Exponate in den Ausstellungsräumen. Wie in vielen anderen Museen auch, fehlen hier allerdings vier Jahrzehnte, weil die DDR- Regierung kein Interesse daran zeigte, auch Ausstellungstücke zu erwerben, die im westlichen Teil Deutschlands von Kindern oder Eltern selbst gebastelt wurden. Die Spielzeuge aus der industriellen Fertigung dieser Zeit wurden inzwischen fast komplett ergänzt.