Verkehrsmuseum
Das Verkehrsmuseum in Frankfurt am Main gehört zur Route der Industriekultur im Rhein-Main Gebiet und legt den Schwerpunkt der Ausstellung auf alles, was im Laufe der Zeit mit dem öffentlichen Nahverkehr in Verbindung gebracht werden kann. Ursprünge der Sammlung gehen auf die Zeit vor dem ersten Weltkrieg zurück. Die drei ältesten Stücke der Sammlung wurden schlicht vergessen und 1950 zufällig unter Planen in einem Depot entdeckt. Sie waren der eigentliche Auslöser für die heute zu besichtigende umfangreiche Sammlung. Deshalb wird seither von jeder Baureihe ein Wagen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Die Kosten dafür trägt zu einem großen Teil der eigens dafür gegründete Förderverein. Zu den „Leckerbissen“ der Ausstellung gehören ein Pferdebahnwagen von 1872, ein Triebwagen mit Beiwagen aus dem Jahr 1884 und eine „Hohenmark“ Dampflok von 1900, die einstmals bei der Frankfurter Lokalbahn im Einsatz war. Auch einen Schneepflug der Städtischen Straßenbahn mit Baujahr 1937 kann man in der ehemaligen Hauptwerkstätte anschauen. Zu den Raritäten gehört auch ein Oberleitungsbus mit Baujahr 1963. Von den anfänglichen fast hölzern wirkenden Wagen über Niederflurwagen bis hin zu modernen Straßenbahnzügen findet hier jeder Bautyp Berücksichtigung. Neben Bussen, Bahnen und Lokomotiven finden sich viele technische Hilfsmittel und Anschauungsstücke zu den im Schienenbau eingesetzten Techniken, wie zum Beispiel Musterschweißungen für Schienverbindungen oder historische Weichenkonstruktionen.