Völklinger Hütte
Im südwestlichen Teil des Saarlandes findet sich das 1973 gegründete Eisenbergwerk, das 1994 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. 1881 löst Röchling den vorherigen Besitzer ab, den an den hohen Abgaben gescheitert war. Er brachte es binnen kurzer Zeit an die vorderste Front der Eisenverhüttung und weiteren Verarbeitung. Dabei setzte er vor allem auf die neuesten Technologien die auch bei Erzen geringerer Qualität eine rentable Ausbeute sicherten. Die Stahlkrise ab 1975 zog auch die Völklinger Hütte in Mitleidenschaft, doch das Ende konnte durch Fusionen bis 1986 hinausgezögert werden. Das war ein herber Verlust für die Region, denn hier standen einst 17.000 Menschen in Lohn und Brot. Seit der Stilllegung wurde das Gelände für besondere Events genutzt, bis man sich 1999 entschloss, es als Museum der Industriegeschichte auszubauen. 2004 wurde das „Ferrodrom“ eröffnet, das dem Besucher einen einzigartigen Einblick in die Welt des Stahls eröffnet. In der ehemaligen Erzlagerhalle hat sich das „Ideenlaboratorium“ etabliert, das an die innovativen Traditionen der Röchlings anknüpfen und die Kreativität der Menschen fördern soll. Unter dem Motto „Faszination Weltkulturerbe“ werden hier geführte Rundgänge durch das gesamte Werksgelände durchgeführt und dabei auch die Geschichte des Unternehmens und damit verbunden auch der Familie Röchling vorgestellt.